Das Jahr der Schlange

 

… oder wo hört Kritik auf und fängt die Verleumdung an?

Es ist natürlich sicherlich kein Geheimnis. Dieses Blog und auch ich als Person habe nicht nur Freunde. Blogs, die sich kritisch mit der Geld-verdienen-im -Internet Szene beschäftigen, bleiben ein Dorn im Auge von Anbietern dubioser Systeme. Nichts ist krummen Geschäften so abträglich, wie das Licht der Öffentlichkeit oder der Funke der Aufklärung. Und solange ich öffentlich schreibe, werde ich mir auch immer erlauben, auf einzelne Mißstände in der Szene hinzuweisen und da ist es mir eigentlich auch komplett egal, ob dies einzelnen Personen passt oder nicht.

Selbstverständlich bin ich mir im klaren darüber, dass ich selbst oder der Internetmarketing-Beobachter Blog dabei nicht außerhalb der Kritik stehe. Selbstverständlich darf auch über mich oder meinen Blog kritisch berichtet werden, solange das Ganze noch zumindest in Ansätzen konstruktiv bleibt. Kritik ist eine Triebfeder der Veränderung. Nur Kritik macht Produkte besser. Nur Kritik macht auch Blogger und Blogs besser. Ich für meine Person habe gegen berechtigte oder selbst unberechtigte Kritik nichts einzuwenden. Ganz im Gegenteil!

Doch es gibt eine Grenze und diese sollte nicht überschritten werden!

Was jedoch meiner Ansicht überhaupt und klar in den kriminellen Bereich geht, wenn Schmutzkampagnen gegen einzelne Personen oder Blogs geführt werden, die weit unter die Gürtellinie gehen. Wenn,  wie in der letzten Tagen geschehen, einzelne Blogger als “Straftäter” oder als “Mobber und Verleumder” oder wie eine weitere Person gar als “Erpresser”  bezeichnet werden und öffentlich dazu aufgefordert wird, Strafanzeigen zu erstatten, ist das Ganze kein Spaß mehr und kann auch nicht hingenommen werden.

Mir wurde beispielsweise unterstellt eine “Hetzkampagne gegen Google” gestartet zu haben. Mein “Verbrechen” war dieser Artikel, der im Übrigen bis heute unverändert  (außer einem anderen Titelbild) hier zu nachzulesen ist.

Mit einer schon fast bewundernswerten Energie, wurde die Pressemeldung, die gegen dieses Blog , eine weitere und meine Person gerichtet war, tausendfach im Netz verbreitet. Flugs wurden noch zwei heldenhaft  vermeintlich anonym betriebene Blogs (mittlerweile jedoch auch schon wieder Geschichte)  ins Leben gerufen um die verleumderischen Artikel weiter zu verbreiten. Hier hat man (oder besser frau?) dann auch noch weiteren Personen unterstellt “gegen sämtliche Strafgesetze” zu verstoßen. So wurde unter anderem dann ich vom Blogger zum “Straftäter”. Ungeahnte Metamorphosen spielten sich ab :P

Ich will das jetzt nicht alles im Detail aufführen. Einige werden von der Sache mitbekommen haben, andere nicht. Ansonsten werden die Angelegenheit jetzt andere Instanzen klären.

Es tut sich jedoch trotz alledem eine interessante Frage auf. Wie weit darf  Kritik gehen? Wo hört die freie Meinungsäußerung auf und ab wann ist das Persönlichkeitsrecht des Kritisierten höher zu bewerten?

Meine Meinung ist, dass Kritik solange in Ordnung ist, wie sie aus nachvollziehbaren Gründen hergeleitet wird. Wenn es Sinn der Kritik ist, Mißstände aufzudecken ist das in Ordnung. Wenn konstruktive Vorschläge kommen, Dinge zu verbessern ist das Ganze noch optimaler. Dann hat auch der Kritisierte die Chance, besser zu werden. Es muss natürlich auch bedacht werden, dass nicht jede Kritik  immer berechtigt ist. Jeder hat andere Vorstellungen vom perfekten Produkt,  der perfekten Dienstleistung oder der perfekten Berichterstattung. Es ist auch vollkommen okay und Sinn der Sache, dass die Meinungen hierüber weit auseinandergehen können. Jeder Standpunkt hat irgendwo seine Berechtigung und jeder ist frei in der Entscheidung welche Produkte er kauft, welche Dienstleistungen er in Anspruch nimmt oder wo er mitliest oder mitkommentiert.

Absolut nicht okay finde ich, wenn mit Mafiamethoden versucht wird, eine kritische Berichterstattung zu unterbinden. Zumindest was mich betrifft, funktioniert das auch nicht. “Wir lassen uns das singen nicht verbieten” war ein alter Schlager von Roberto Blanco (???) und ich lasse mir das bloggen nicht verbieten!

Never ever!